Die Weiss+Appetito Telekom in China

Didier Rohrer, Telekom

Auf Einladung unseres Kunden Huawei verbrachte die GL der Telekom Schweiz interessante Tage im Reich der Mitte. Die Global Engineering Partner Convention in Shenzhen setzt die zukünftigen Installationsstandards im Mobilfunk.

Häufiger ist es ja so, dass wir unsere Kunden zu Anlässen einladen. Umso spannender war es für uns, von unserem Grosskunden Huawei nach China eingeladen zu werden. Spartenleiter Walter Daumann, Geschäftsführer CH Pascal Lehmann und Stv. Didier Rohrer machten sich Mitte Februar mit grossen Erwartungen auf den Weg nach China. Anlass für die Einladung war die Global Engineering Partner Convention (GEPC). Huawei lädt dabei Partnerfirmen aus der ganzen Welt zu einem Erfahrungsaustausch ein. Neben dem eigentlichen Kongress stand auch ein ausgedehnter Besuch des Huawei Headquarters auf dem Programm. 

Mit einem erwarteten Umsatz von 60 Milliarden USD im Geschäftsjahr 2015 ist Huawei in nur wenigen Jahren zu einer ganz grossen Nummer der Weltwirtschaft geworden. Die Hauptgeschäftsfelder sind das Carrier Network (Netzinfrastruktur), das Enterprise Business (Geschäftskundenlösungen) und das Consumer Business (Endgeräte). Dagegen ist unsere Telekom Sparte eine sehr kleine Nummer – zugegeben. Doch in der Schweiz sind wir betreffend Netzinfrastruktur der grösste Installationspartner dieses Weltkonzerns. Gleichzeitig hat Huawei die vormaligen Platzhirsche verdrängt und ist die Nummer eins auf dem hiesigen Markt geworden. In zahlreichen anderen Ländern der Welt sieht die Entwicklung ganz ähnlich aus.

Wie im Sport ist es jedoch einfacher, die Nummer eins zu werden, als die Nummer eins zu bleiben. Genau das hat auch Huawei erkannt und die GEPC hatte genau diesen Hauptfokus. Um die Spitzenposition zu halten, wird in den nächsten Jahren der Fokus noch stärker auf die ohnehin schon hohe Qualität von Hardware und Services Wert gesetzt. Das kommt uns entgegen, denn dort erhalten wir jetzt schon über längere Zeit konstant Bestnoten. Neue integrierte Projektmanagement-Tools werden die Koordination zwischen allen Beteiligten der Projektkette weiter verbessern. In dieser Hinsicht macht die Telekombranche generell riesige Schritte und steht wegweisend auch für die zukünftigen Arbeitsformen in allen Branchen der Wirtschaft. Der Kongress bot uns darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich mit Installationsfirmen aus aller Welt auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. 

Nicht minder beeindruckend war der Besuch des Huawei Headquarters in Shenzhen. Hier befindet sich unter anderem der zentrale Bereich Research and Development (Forschung und Entwicklung), in welchem bei Huawei 76‘000 Mitarbeitende tätig sind. Im Stil eines Universitätscampus sind die zahlreichen Komplexe über eine grosse Fläche verteilt und Shuttle Busse verkehren in einer riesigen Menge zwischen den Komplexen. Der Vergleich mit einer Universität ist auch in einer weiteren Beziehung passend, denn von überall auf der Welt kommen die Angestellten hier regelmässig zu Schulungen und Trainings zusammen.

Neben dem anstrengenden Kongressprogramm blieb zum Glück auch noch Zeit für einen Kurzbesuch in Hongkong, welches nur durch eine (lange) Brücke von Shenzhen getrennt liegt, bevor wir auch schon wieder den Rückflug antraten.

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