DER BAHNHOF BERN DER ZUKUNFT

Andreas Lysser, Projektleiter

Der Bahnhof Bern wird ab 2025 mehr Platz und Kapazität bieten. Die Realisierung ist in drei Projekte geteilt: Einen neuen Bahnhof der RBS unter den bestehenden Gleisen der SBB, die Stadt Bern wird verschiedene Verkehrsmassnahmen rund um den Bahnhof realisieren, und die SBB erstellt eine zusätzliche Personalunterführung und zwei neue Bahnzugänge. Unsere Mannschaft der Weiss+Appetito Spezialdienste AG war eine Woche vor Ort an der Arbeit.

Eindrücklich ist die Baustelle auf der Grossen Schanze in Bern. Um die beanspruchte Fläche so klein wie möglich zu halten, wurde über der Schanzenstrasse eine Plattform erstellt. Die Bohrpfahlarbeiten sind abgeschlossen und die Aushubarbeiten in der Baugrube und am Schachtbauwerk laufen auf Hochtouren. Sobald die Schachttiefe erreicht ist, wird mit dem Bau des Tunnels begonnen. Eindrücklich ist aber auch der Arbeitsplatz unserer drei Männer von Saugen+Blasen, welcher in einem Stollen auf Höhe der SBB Gleise angrenzend an die Bahnhof-Autounterführung liegt: Zugang zum Stollen finden sie von der Baugrube aus über eine Treppe, die 30 Meter senkrecht nach unten führt. In 60 Meter Tiefe des Stollens stehen in niedrigen und engen Schächten verteilt acht Diesel- und zwei Benzintanks, welche ihren Zweck erfüllt haben. Diese Tanks fassen je 50‘000 Liter. Der Jumbo mit unserem neuen Dosiergerät kann aber trotz engen Platzverhältnissen direkt in der Baugrube installiert werden. Die Luft ist stickig und heiss – für unser Team ein «Knochen-Job». Über einen 90 Meter langen Schlauch wird der Kies nach unten befördert und die zirka 500 Kubik Rundkies werden in die Tanks geblasen. Die Anlieferung des Auffüllmaterials erfolgt über die Schanzenstrasse. Das Füllen dieser Hohlräume bezweckt, dass die Sicherheit des zukünftig darüber führenden  Personenzugangs gewährleistet werden kann.

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