Der Bau des Verwaltungszentrums Guisanplatz in Bern ist ein langfristig angelegtes Generationenprojekt des Bundes. Seit 2013 entsteht hier auf dem ehemaligen Zeughausareal in mehreren Etappen ein moderner, städtebaulich markanter Standort, der historische Bauten und zukunftsweisende Neubauten miteinander verbindet.
Im Zuge dieser Entwicklung durfte unser Team im Bereich Böden und Beläge die Realisierung von insgesamt 2654 Quadratmetern Terrazzoboden im repräsentativen Gebäude D übernehmen. Eine Nutzfläche dieser Grössenordnung erfordert eine gute Abstimmung aller Arbeitsabläufe vor Ort und fundierte handwerkliche Erfahrung. Da der mineralische Werkstoff Terrazzo eine sehr sorgfältige Verarbeitung verlangt, bildet eine lückenlose Qualitätskontrolle das Fundament, um am Ende ein absolut homogenes Gesamtbild zu gewährleisten.
Terrazzoboden im Gebäude D
Das Gebäude D ist sechs Stockwerke hoch und wird durch einen Lichthof geprägt. Im Innern treffen Betonoptik, klare Sichtachsen und flexible Arbeitsbereiche aufeinander. Die Büroräume sind als Multi-Space-Flächen gedacht. Es gibt offene Zonen für Zusammenarbeit, Rückzugsbereiche für konzentriertes Arbeiten und Raumstrukturen, die sich später an neue Bedürfnisse anpassen lassen.
Der Terrazzoboden verbindet diese Bereiche zu einer ruhigen Gesamtfläche. Weil der Belag fugenlos eingebaut wird, entsteht ein klarer Bodenverlauf, der die Architektur nicht unterbricht. Gerade in einem Gebäude mit langen Wegen und grosszügigen Innenräumen macht das einen spürbaren Unterschied. Der Boden hält sich optisch zurück, bringt durch seine mineralische Körnung aber trotzdem Tiefe in den Raum.
2700 Quadratmeter mit sauberem Aufbau
Bei 2700 Quadratmetern zählt die Ausführung im Detail. Vor dem Einbau wurde der Untergrund vorbereitet und geprüft. Eine stabile Basis ist entscheidend, damit der Terrazzoboden seine Qualität langfristig behalten kann.
Danach wurde die Terrazzo-Mischung eingebracht. Dabei kommt es auf Gleichmässigkeit, Materialgefühl und das richtige Timing an. Das Verhältnis von Bindemittel und Zuschlagstoffen muss stimmen, damit der Belag später die gewünschte Dichte und Oberfläche erhält.
Sein eigentliches Bild bekommt der Terrazzo erst beim Schleifen. In mehreren Schleifgängen wird das Gesteinskorn freigelegt. Schritt für Schritt entsteht so die typische Terrazzostruktur, die den Boden lebendig macht, ohne unruhig zu wirken.
Besonders wichtig waren auch die Anschlüsse an Ränder, Bauteile und Übergänge. In einem Verwaltungsgebäude mit langen Sichtachsen fallen kleine Ungenauigkeiten schnell auf. Deshalb brauchte es vor Ort ein gutes Auge und viel handwerkliche Sorgfalt, damit der Belag sauber in die Architektur übergeht.
Den Abschluss bildete die Oberflächenbehandlung. Sie schützt den Boden im täglichen Gebrauch und sorgt dafür, dass Farbe, Körnung und Schliff dauerhaft wirken.
Beständigkeit für einen Verwaltungsbau des Bundes
Das Verwaltungszentrum Guisanplatz ist auf eine lange Nutzung ausgelegt. Dafür braucht es Materialien, die nicht nur beim Bezug überzeugen, sondern auch im Alltag bestehen. Terrazzo passt gut zu diesem Anspruch. Der Belag ist langlebig, widerstandsfähig und lässt sich durch seine fugenlose Oberfläche effizient reinigen.
Gerade bei einem Gebäude dieser Grösse spielt der Unterhalt eine wichtige Rolle. Ein durchgehender mineralischer Boden reduziert Fugen, wirkt ruhig und unterstützt eine wirtschaftliche Bewirtschaftung über viele Jahre.
Für unser Team war der Terrazzoboden Verwaltungszentrum Guisanplatz ein Projekt, bei dem Fläche, Architektur und Handwerk eng zusammenspielen mussten. Ein Dank geht an die Bauherrschaft, das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL), sowie an Aebi & Vincent Architekten SIA AG für die gute Zusammenarbeit und diesen tollen Auftrag. 2700 Quadratmeter Terrazzo sauber auszuführen, braucht Erfahrung, Konzentration und ein Team, das weiss, worauf es ankommt. Heute ist der Boden fester Bestandteil des Gebäudes und wird den Arbeitsalltag am Guisanplatz über lange Zeit begleiten.