Mobilfunkantenne Frauenkappeln steht bei diesem Projekt für den vollständigen Umbau eines bestehenden Mobilfunkstandorts. Zwischen Juni und August 2026 wurde der bisherige 28 Meter hohe Antennenmast zurückgebaut und durch einen neuen Mast mit rund 32 Metern Höhe ersetzt. Gleichzeitig erhielt der Standort neue 5G-Technik und wurde für die gemeinsame Nutzung durch drei Provider vorbereitet.
Auch die Anordnung der Anlage änderte sich. Der neue Antennenmast steht heute dort, wo sich zuvor der Technikcontainer befand. Der neue Technikcontainer wurde auf der Fläche des alten Masts platziert. Während des Umbaus blieb der Mobilfunkbetrieb mit drei kurzen Unterbrüchen weitgehend aufrechterhalten.
Platzverhältnisse bestimmten den neuen Standortaufbau
Die vorhandenen Platzverhältnisse gaben vor, wie Mast und Technik künftig angeordnet werden konnten. Der neue Antennenmast steht deshalb auf der Fläche, auf der sich zuvor der Technikcontainer befand. Der neue Technikcontainer erhielt seinen Platz am ehemaligen Standort des alten Masts.
Damit dieser Wechsel möglich wurde, musste zuerst das Fundament für den neuen Antennenmast erstellt werden. Auch dessen Ausführung wurde an die begrenzten Platzverhältnisse angepasst.
Bei der statischen Überprüfung spielte neben der neuen Belegung des Masts auch die Windbelastung eine Rolle. Schliesslich trägt die neue Konstruktion die Mobilfunktechnik von drei Providern und erreicht mit rund 32 Metern eine grössere Höhe als der bisherige 28-Meter-Mast.
Zwei Schnitte für die sichere Demontage
Bevor der neue Standortaufbau entstehen konnte, musste der alte Antennenmast weichen. Gerade dieser Arbeitsschritt erforderte einen angepassten Ablauf.
Der bestehende 28-Meter-Mast bestand aus ineinandergesteckten Mastteilen. Durch die langjährige Verbindung der einzelnen Elemente liess sich schwer abschätzen, wie sie sich beim Anheben mit dem Kran voneinander lösen würden. Eine plötzliche Bewegung hätte eine starke Schwungbewegung auslösen und damit den Kranführer gefährden können.
Das Team entschied sich deshalb für eine kontrollierte Demontage in kleineren Einheiten. Der bestehende Mast wurde mit zwei Schnitten in drei Teile getrennt. Anschliessend konnten die einzelnen Abschnitte nacheinander abgehoben und der Mast vollständig zurückgebaut werden.
Damit wurde gleichzeitig die Fläche frei, auf der später der neue Technikcontainer platziert werden konnte.
Mobilfunkantenne Frauenkappeln wächst auf rund 32 Meter
Der neue Antennenmast wurde aufgrund seiner Höhe in vier Teilen angeliefert. Auf der Baustelle wurden die einzelnen Mastsegmente Schritt für Schritt montiert, bis die vorgesehene Höhe von rund 32 Metern erreicht war.
Mit dem neuen Mast änderte sich auch die technische Belegung des Standorts. Drei Provider nutzen die Konstruktion heute gemeinsam. Im Zuge des Umbaus wurden die Mobilfunkantennen und weitere technische Komponenten durch eine neue Generation ersetzt und auf 5G ausgerichtet.
Unser Telekom-Team übernahm die Installation der technischen Ausrüstung. Dazu gehörten unter anderem die Antennen, die entsprechenden Schränke und Remote Radio Units (RRUs). Anschliessend wurden die Komponenten verkabelt und die Anlage in Betrieb genommen.
Vom Fundament über die Mastmontage bis zur Verkabelung musste dabei jeder Arbeitsschritt mit dem bestehenden Standort und dessen Betrieb abgestimmt werden.
Drei kurze Unterbrüche während des Umbaus
Während ein neuer Standort auf einer freien Fläche aufgebaut werden kann, liefen die Arbeiten bei der Mobilfunkantenne Frauenkappeln mitten in einer bestehenden Anlage.
Der Betrieb wurde deshalb in die Planung der einzelnen Arbeitsschritte einbezogen. Insgesamt kam es während des Projektzeitraums zu drei Unterbrüchen. Sie dauerten jeweils ungefähr einen halben bis maximal einen Tag und standen unter anderem mit der Versetzung des Technikcontainers und den notwendigen Umschaltungen in Verbindung.
Eine temporäre Antennenanlage für die Übergangszeit war aufgrund der überlappenden Mobilfunkabdeckung in der Umgebung entbehrlich. Dadurch konnte die Versorgung während der einzelnen Umbauphasen über die bestehende Netzabdeckung aufgefangen werden.
Die Arbeiten an Mast und Technik konnten so über weite Teile des Projekts parallel zum laufenden Mobilfunkbetrieb ausgeführt werden.
Bis zu zehn Mitarbeitende gleichzeitig vor Ort
Während der intensivsten Bauphase waren bis zu zehn Mitarbeitende gleichzeitig am Standort im Einsatz. Auf engem Raum trafen dabei Arbeiten am Mast, an der technischen Ausrüstung und an der bestehenden Infrastruktur aufeinander.
Auch die Lage des Standorts musste während der Montage berücksichtigt werden. Für die entsprechenden Arbeiten wurden eine Signalisation und ein Verkehrsdienst eingerichtet. Damit konnten die Montagearbeiten und die notwendigen Bewegungen rund um den Standort koordiniert werden.
Nach dem Aufbau des neuen Antennenmasts folgte die technische Ausrüstung mit den neuen Komponenten. Installation, Verkabelung und Inbetriebnahme bildeten den Abschluss des Umbaus.
Heute steht in Frauenkappelen ein rund 32 Meter hoher Antennenmast, der die Mobilfunktechnik von drei Providern auf einem gemeinsamen Standort vereint.
Wer sich einen Überblick über Mobilfunksendeanlagen in der Schweiz verschaffen möchte, findet beim Bundesamt für Kommunikation BAKOM eine Karte der Senderstandorte. Weitere Informationen zur Funktionsweise von Mobilfunk und 5G stellt das Bundesamt für Umwelt BAFU bereit.