Bausanierungen

26. Januar 2026

Betoninstandsetzung PostParc Bern: Unser Einblick aus dem Baualltag

Betoninstandsetzung PostParc Bern war unser Projektteil im Grossprojekt Zukunft Bahnhof Bern. Direkt beim Bahnhof, im Bereich PostParc, ging es um den bestehenden Betonboden: Er war stark beansprucht, uneinheitlich aufgebaut und für die nächsten Ausbauetappen nicht mehr die richtige Grundlage.

Zwischen November 2025 und Januar 2026 stellten wir deshalb eine neue, definierte Ausgleichsfläche her. Auf dieser Basis können die Folgegewerke später Isolierung, Lastverteilplatten und den endgültigen Aufbau wie Hartbeton oder Terrazzo sauber und ohne zusätzliche Korrekturen einbauen.

Betoninstandsetzung PostParc Bern im Projekt Zukunft Bahnhof Bern

Im PostParc trafen wir auf typische Spuren eines langen «Baulebens»: lokale Abplatzungen, Höhenversätze und Schwachstellen aus früheren Eingriffen. Für den weiteren Ausbau brauchte es aber eine Fläche, die als verlässliche Referenz funktioniert und Lasten dauerhaft aufnimmt.

Die Anforderungen waren klar: eine ebene Ausgleichsfläche, sauber integrierte Entwässerung und eine Nutzlast von vier Tonnen nach Vorgabe des Ingenieurs. Also bauten wir den Bestand gezielt bis auf tragfähige Substanz zurück, entfernten geschädigte und lose Bereiche und führten rund 10 m³ Material ab. Erst danach war die Fläche so vorbereitet, dass der Neuaufbau durchgehend und kontrolliert erfolgen konnte.

Ein Punkt, der im Alltag schnell unterschätzt wird, war die Lärmsituation. Ein Teil der Abbrucharbeiten, vor allem das Spitzen, fand deshalb in der Nacht statt. So blieb der Ablauf auf der Baustelle stabil und die Belastung für die Umgebung tagsüber spürbar geringer.

Aufbau mit R4-Mörtel nach DIN EN 1504-3

Für die neue Fläche kamen rund 190 Tonnen eines hochfesten, normgeprüften R4-Reparaturmörtels zum Einsatz geeignet für statisch relevante Betonbauteile. Der Mörtel lässt sich je nach Wasserzugabe in der Konsistenz variieren, was bei wechselnden Schichtdicken auf grossen Flächen hilfreich ist.

Das Ergebnis: eine glatte, tragfähige und funktional definierte Oberfläche auf 2370 m². Im Vordergrund stand dabei nicht die Optik, sondern eine zuverlässige Basis für alle Folgegewerke ohne Korrekturbedarf.

Der Boden wurde ohne Gefälle ausgeführt, was die Arbeit mit Referenzhöhen und Anschlüssen vereinfacht. Drei vorhandene Abläufe wurden integriert und sauber angeschlossen.

Fugenabdichtung mit elastischem Abdichtungssystem

Wo ein Bodenaufbau langfristig funktionieren soll, sind Details wie Fugen oft die entscheidenden Stellen. Für die Abdichtung setzten wir auf Sikadur-Combiflex SG, ein geklebtes Membranabdichtungssystem für Fugen und Anschlüsse, das Bewegungen aufnehmen kann und für wasser- und wetterbeständige Abdichtungen ausgelegt ist.

So ergänzten sich Flächenaufbau und Abdichtung sinnvoll: Die Ausgleichsfläche sorgt für Ruhe im System, die Fugenabdichtung reduziert das Risiko, dass Feuchtigkeit oder Bewegung später zu Schäden und aufwendigen Eingriffen führen.

Was die Betoninstandsetzung PostParc Bern später bringt

Betoninstandsetzung PostParc Bern ist am Ende kein «sichtbares» Highlight, aber genau das macht sie so wichtig. Für den späteren Betrieb und den Ausbau bringt unser Projektteil drei handfeste Vorteile:

  1. Reserven bei der Nutzung
    Die geforderte Nutzlast von vier Tonnen schafft Spielraum für rollende Lasten, Transporte und technische Anlagen, ohne dass der Bodenaufbau früh an Grenzen kommt.

  2. Weniger Reibung im Ausbau
    Eine ebene, definierte Ausgleichsfläche senkt das Risiko von Schnittstellenproblemen. Isolierung und Folgeaufbauten können auf einem gleichmässigen Untergrund aufbauen, statt erst wieder Höhen zu korrigieren.

  3. Mehr Sicherheit an den kritischen Stellen
    Mit der Fugenabdichtung sind genau die Bereiche adressiert, an denen in der Praxis oft zuerst Probleme entstehen. Das reduziert die Wahrscheinlichkeit für frühe Schäden und spätere Einschränkungen im Betrieb.

Eckdaten zum Projektteil PostParc

  • Bereich: PostParc im Projekt Zukunft Bahnhof Bern
  • Auftraggeber: B+S (Bauleitung), SBB (Bauherr)
  • Zeitraum: November 2025 bis Januar 2026
  • Fläche: ca. 2370 m²
  • Material: ca. 190 Tonnen PCI Repament Multi
  • Entwässerung: Integration von 3 Abläufen
  • Geometrie: ohne Gefälle
  • Nutzlast: 4 Tonnen nach Vorgabe des Ingenieurs
  • Rückbau: Betonabtrag, Abfuhr ca. 10 m³ loses Material, teils Nachtarbeit

Damit lässt sich die Betoninstandsetzung PostParc Bern ziemlich gut zusammenfassen: Wir haben eine tragfähige, ebene und klar definierte Grundlage geschaffen, auf der der weitere Ausbau im PostParc sauber und ohne Umwege weiterlaufen kann.

Projektdaten

Projektzeitraum
November 2025 – Januar 2026

Auftraggeber
Bauherr – SBB CFF FFS
Bauleitung – B+S AG

WeissAppetito_Logo