Saugen+Blasen

20. Juli 2026

Dachbegrünung Kochareal, Stadtgrün auf 90 Metern

Auf dem Kochareal an der Flurstrasse 72 in Zürich wurde im Mai 2026 nicht nur am Boden gearbeitet. Rund 90 Meter weiter oben entstand auf dem Hochhausdach die Grundlage für eine begrünte Dachfläche mit zusätzlichem Wert für die Biodiversität.

Für die AEZ AG Bedachungen und Spenglerei waren unsere Begrünungsspezialisten auf dem Dach im Einsatz. Ihre Aufgabe: Substrat, Kies, Totholz, Sand und weitere Elemente dorthin bringen, wo später eine lebendige Dachfläche entstehen soll. Klingt einfach, ist es in dieser Höhe aber nicht. Materiallogistik, Kran, Depotplatz, Zufahrt und Baustellenabläufe mussten sauber zusammenspielen.

Dachbegrünung Kochareal mit Substrat, Kies und Nassansaat

Bei der Dachbegrünung Kochareal ging es um mehr als eine grüne Deckschicht. Auf der Dachfläche kamen verschiedene Bereiche zusammen: Substratflächen, Kiesstreifen, bekiesste Flachdachbereiche, Nassansaat und Biodiversitätselemente.

Unsere Arbeiten umfassten das Substratblasen, das Blasen der Kiesstreifen, das Bekiesen des Flachdachs, die Nassansaat sowie das Liefern und Verteilen von Totholz. Auch eine Sandinsel mit Findlingsrahmen wurde umgesetzt.

Insgesamt wurden 561 m² Substrat eingebracht. Dazu kamen 578 m² Nassansaat, 230 m Kiesstreifen sowie 49 m Kiesstreifen zwischen der PV-Unterkonstruktion. Ergänzt wurde der Aufbau durch kleinere Flächen und verschiedene Biodiversitätselemente.

Die PV-Anlage war zum Zeitpunkt der Arbeiten erst als Unterkonstruktion verlegt. Die Panels waren noch nicht montiert. Dadurch mussten die Kiesstreifen sauber zwischen den bestehenden Unterkonstruktionen eingebracht werden. Genau solche Anschlussbereiche verlangen Aufmerksamkeit, weil später Abdichtung, Begrünung, Technik und Nutzung aufeinander abgestimmt sein müssen.

Arbeiten mit guter Vorbereitung

Ein Einsatz auf rund 90 Metern Höhe beginnt lange bevor das erste Substrat auf der Dachfläche liegt. Die Zufahrt muss funktionieren, der Depotplatz muss bereitstehen, der Kran muss verfügbar sein und das Material muss in der richtigen Reihenfolge angeliefert werden.

Auf dem Kochareal war diese Vorbereitung besonders wichtig. Substrat, Kies, Totholz und Sand lassen sich auf einem Hochhausdach nicht einfach nach Belieben verschieben. Jeder Arbeitsschritt baut auf dem vorherigen auf. Was unten bereitsteht, muss oben zur richtigen Zeit verarbeitet werden können.

Beim Substratblasen zeigt sich der Vorteil dieser Arbeitsweise besonders gut. Das Material gelangt direkt dorthin, wo es gebraucht wird. Lange Transportwege über das Gebäude werden vermieden und die Fläche kann effizient aufgebaut werden. Gerade bei einem Hochhaus ist das ein grosser Vorteil.

Auch die Nassansaat wurde auf die Dachfläche abgestimmt. Dabei wird das Saatgut mit Wasser gemischt und gleichmässig verteilt. So entsteht die Grundlage für die spätere Begrünung.

Kleine Elemente mit grosser Wirkung

Neben Substrat und Kies waren auch die Biodiversitätselemente ein wichtiger Teil der Arbeiten. Totholz, Sandinsel und Findlingsrahmen bringen Struktur auf die Dachfläche. Sie schaffen unterschiedliche Bereiche, die später Pflanzen und Insekten zugutekommen können.

Solche Elemente wirken auf den ersten Blick vielleicht klein. Für die spätere Entwicklung einer Dachbegrünung sind sie aber wichtig. Eine Fläche wird dadurch nicht einfach nur begrünt, sondern erhält unterschiedliche Materialien, Höhen und Strukturen. Genau daraus entsteht ein Dachaufbau, der mehr kann als gut aussehen.

Dachbegrünung Kochareal als Teil eines neuen Stadtquartiers

Das Kochareal in Zürich entwickelt sich zu einem neuen Stück Stadt. Auf dem Baufeld an der Flurstrasse 72 entsteht Wohn- und Lebensraum, und auch die Dächer tragen dazu bei. Die Dachbegrünung Kochareal zeigt, wie Neubauten und Stadtnatur zusammenfinden können.

Für unser Team war dieser Einsatz besonders. Arbeiten in dieser Höhe, mit diesem Material und in dieser Umgebung gehören nicht zum Alltag. Umso schöner ist es, wenn aus einzelnen Arbeitsschritten ein Aufbau entsteht, der später sichtbar und spürbar zum Quartier beiträgt.

Ein herzliches Dankeschön an TU: HRS Real Estate AG und  AEZ AG Bedachungen und Spenglerei und HRS Real Estate das Vertrauen in unsere Zusammenarbeit.

Projektdaten

Projektzeitraum
Mai 2026

Projektort
Kochareal, Zürich

Auftraggeber
Totalunternehmerin: HRS Real Estate AG
AEZ AG Bedachungen und Spenglerei

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