Autos, die beim Rangieren auf der Stelle drehen, täglich Kundschaft und scharfes Scheinwerferlicht: Der Boden im Polestar Space Münsingen muss viel aushalten. Gleichzeitig verlangt das klare Design der Automarke nach einer ruhigen, unaufdringlichen Fläche. Auf rund 500 Quadratmetern haben wir den alten Bodenaufbau saniert und durch einen Tana-Arte Spachtelbelag ersetzt. Das Ergebnis ist eine Fläche, die extrem strapazierfähig ist und trotzdem die feine Struktur echter Handarbeit zeigt.
Die Herausforderung im Bestand
Die Arbeiten starteten direkt auf den alten Belägen. Vor Ort lagen teilweise Parkett und Fliesen. Wir haben den Rückbau selbst übernommen, um den Untergrund exakt kontrollieren zu können. Bei Sanierungen entscheidet die Vorbereitung alles: Wenn der Untergrund nicht perfekt stabil und sauber ist, reisst oder verfärbt sich der spätere Belag. Erst nach diesen Vorarbeiten haben wir den Spachtelbelag aufgetragen, exakt gemischt im vorgegebenen Polestar-Farbton. In den Nebenbereichen kam ein passender Einstreubelag zum Einsatz.
Vier Personen, ein Rhythmus
Ein Tana-Arte Belag entsteht nicht maschinell. Jede Bewegung mit der Kelle, der Druck der Hand und die Richtung beim Spachteln verändern die Struktur. Um eine so grosse Fläche ohne störende Ansätze oder unruhige Flecken zu füllen, mussten vier Handwerker gleichzeitig spachteln.
Das verlangt blinde Abstimmung. Jeder Mensch zieht das Material mit einem etwas anderen Winkel und Tempo. Hier musste das Team im exakt gleichen Takt arbeiten und die Fläche permanent lesen:
- Wo trocknet das Material bereits?
- Wo braucht es noch Struktur?
- Wie fliesst der Übergang zum Kollegen?
Das lässt sich nicht planen, das entscheidet das Auge im Moment der Arbeit.
Details und Wirkung im Showroom
Der Boden hält sich farblich zurück und gibt den Fahrzeugen den Vortritt. Er wirkt nicht wie eine unpersönliche Industriefläche, sondern strahlt durch die feinen Spachtelgänge eine dezente Hochwertigkeit aus.
Besonders wichtig waren die Anschlüsse an die Bodendosen. Schlecht eingearbeitete Dosen erzeugen Kanten und stören das Gesamtbild. Hier schliessen die Kanten bündig ab, sodass die Technik im Alltag unsichtbar wird. Die 500 Quadratmeter wurden dafür im Vorfeld in feste Abschnitte eingeteilt, damit das Team ohne Unterbrechung nass-in-nass arbeiten konnte.
Das Ergebnis in Münsingen
Der Polestar Space Münsingen hat einen Boden erhalten, der den täglichen Anforderungen eines Autohauses standhält und das Raumkonzept stützt. Man sieht dem Belag an, dass er von Hand gemacht ist, genau das macht ihn lebendig und langlebig.